Frauenquote wirkt nur langsam

Ernüchternd: Seit Inkrafttreten der Frauenquote für Aufsichtsräte sowie der Verpflichtung zur Förderung weiblicher Führungskräfte 2015 ist der Frauenanteil in den Aufsichtsräten deutscher Unternehmen von 25 auf 35 Prozent gestiegen. Doch in den Vorstandsetagen stieg der Anteil in derselben Zeit lediglich von 6,3 auf 7,7 Prozent. „Mit Freiwilligkeit kommen wir einfach nicht weiter, ohne politischen Druck bewegt sich gar nichts“, stellte Bundesfrauenministerin Dr. Franziska Giffey anlässlich der aktuellen Zahlen fest. Umso wichtiger sei es, die Reform des Gesetzes für mehr Frauen in Führungspositionen anzugehen. „Die besten Entscheidungen treffen Führungsteams, in denen Männer UND Frauen vertreten sind. Und das gilt besonders dann, wenn Unternehmen in Krisensituationen stecken.“
 
Bundesjustizministerin Christine Lambrecht will nun die Aufsichtsratsquote flächendeckend auf alle paritätisch mitbestimmten Unternehmen in Deutschland ausweiten. Das Erfordernis der Börsennotierung soll künftig wegfallen. Zudem solle bei großen Unternehmen ab vier Vorstandsmitgliedern mindestens eine Frau im Vorstand sein.

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